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Wörterbucheintrag:


Festplatte

Die Festplatte ist bei einem Computer DAS Medium um Daten zu speichern. Es gibt sowohl interne Festplatten als auch externe, die einen Anschluss mit dem Computer verbunden werden und so auch mitgenommen und an jeden beliebigen PC gekoppelt werden können.

Die Leistung eines Computers wird heute vor allem über den Prozessor, den Arbeitsspeicher, die Festplatte und die Grafikkarte definiert. Was die Festplatte betrifft, sind hier Zugriffszeit, Art der Schnittstelle, Kapazität und Umdrehungsgeschwindigkeit die Hauptkriterien.

Eine Festplatte besteht aus mehreren kreisförmigen Magnetplatten, die übereinander angeordnet sind. Dazwischen befindet sich ein beweglicher Arm, an dem Lese- und Schreib-Köpfe montiert sind. Diese gleiten zum Lesen bzw. Schreiben in einem minimalen Abstand über die Magnetplatten. Für ein stufenloses Einnehmen der Position sorgt ein kleiner Motor, der den Arm antreibt. Frühere Probleme mit Schwingungen sind durch die heute verwendeten Servomotoren und die vorhandenen Spurinformationen so gut wie ausgeschaltet. Allerdings geht durch das Verwenden von diesen Spurinformationen ein Teil der Kapazität der Festplatte verloren.

Die Daten sind auf der Festplatte in so genannten Zylindern, Tracks und Sektoren abgelegt. Dabei sind Tracks die Spuren einer Festplatte, die aus einzelnen Sektoren in einer Größe von 512 Bytes bestehen. Die Zylinder bezeichnen alle auf einem Kreis liegende Tracks auf den Magnetscheiben.

Auf den Magnetplatten passen immer mehr Daten auf einen äußeren Track als auf einen inneren, da dort mehr Sektoren vorhanden sind. Aus diesem Grund wird die Festplatte normalerweise von außen nach innen beschrieben. Die Übertragungsrate für die Daten ist außen am höchsten. Innen sind einige Reserve-Sektoren definiert, falls zwischendurch einzelne Sektoren defekt sind.

Die Umdrehungsgeschwindigkeiten und die damit verbundenen Zugriffszeiten sind ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Beurteilung von Festplatten. Bei den „normalen“ Festplatten sind heute Umdrehungszahlen von 5400 U/Min Standard. Bei höheren Geschwindigkeiten sinkt zwar die Zugriffszeit, aber dagegen erhöhen sich sowohl die Geräusch- als auch die Wärmeentwicklung. Gerade letzteres stellt ein Problem dar, so dass ab einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 7200 U/Min ein extra Kühler für die Festplatte eingesetzt werden sollte.

Die Zugriffszeit ist die Zeit, um Daten abzurufen bzw. zu schreiben. Sie setzt sich aus der reinen Suchzeit, der Zeit bis der Kopf zum nächsten Zylinder umgeschaltet hat und der Zeit, bis die Daten „vorbei“ kommen zusammen. Die Zugriffszeit beträgt in der Regel 10-15 ms.

Zum Lesen bzw. Finden der Daten verwendet die Festplatte Zwischenspeicher namens Cache. Hier werden die Leseinformationen zwischen gespeichert, damit auf der Suche nach bestimmten Daten sehr viel schneller darauf zugegriffen werden kann.

Um den Austausch zwischen Systemspeicher und Festplatte zu garantieren, müssen Schnittstellen vorhanden sein, von denen es zwei unterschiedliche Systeme gibt.
IDE (Integrated Drive Electronic) ist das weiter verbreitete von den Beiden. Hier können je Schnittstelle zwei Geräte angeschlossen werden und die Transfergeschwindigkeit liegt bei ca. 66 MB pro Sekunde.
Die SCSI-Schnittstelle (Small Computer System Interface) ist etwas teurer als die IDE-Schnittstelle, aber hierbei handelt es sich um ein Bus-System, an das bis zu sieben Geräte angeschlossen werden können. Neben der höheren Transferrate von 80 MB/Sekunde ist ein weiterer Vorteil, dass die Geräte auch außerhalb des Gehäuses angeschlossen werden können.
 
 


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